Pro bono – eine Investition in Ihr Unternehmen und in die Gesellschaft

Es findet ein Wandel hin zu einer werteorientierten Arbeitswelt statt: Fach- und Führungskräfte suchen verstärkt nach Möglichkeiten, ihre beruflichen Fähigkeiten für unsere Gesellschaft sinnstiftend einzusetzen. Gleichzeitig werden in einer zunehmend komplexen Umgebung fachübergreifende Kompetenzen wie Selbstreflexion, Empathie und Teamfähigkeit immer wichtiger.

Proboneo greift beide Bedarfe auf und ermöglicht Fach- und Führungskräften, ihre beruflichen Fähigkeiten für unsere Gesellschaft einzusetzen und so ihre sozialen Kompetenzen zu stärken. Wir unterstützen Unternehmen bei der strategischen Konzeption und wirkungsvollen Durchführung von Pro-bono-Programmen.

Unser Ansatz

Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir eine passende Strategie, wie Sie die Entwicklung Ihrer wichtigsten Ressource – Ihre Mitarbeitenden – durch pro bono fördern können. Unter Berücksichtigung der übergeordneten Unternehmensziele unterstützen wir Sie in jeder Phase Ihres Mitarbeiterengagements. Wir begleiten Sie von der strategischen Konzeption eines Pro-bono-Piloten bis zur Weiterentwicklung und Skalierung bestehender Engagementprogramme. Wir bieten Ihnen unsere langjährige Expertise bei der Suche und Auswahl geeigneter sozialer Organisationen und kümmern uns anhand erprobter Qualitätsstandards um einen erfolgreichen Verlauf Ihres Pro-bono-Programms. Denn gelungenes pro bono begeistert Ihre Mitarbeitenden und Ihre sozialen Partner gleichermaßen.

„Gemeinsam mit Proboneo erweitern wir unser Angebot für Mitarbeiter, sich über die Allianz gesellschaftlich zu engagieren. Hiermit ermöglichen wir es unseren Mitarbeitern eigene Fähigkeiten im sozialen Kontext zu erweitern und zusätzlich wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Proboneo spielt dabei als erfahrener Intermediär eine herausragende Rolle.“

Nadine Tschauner, Head of Corporate Citizenship & Volunteering, Allianz

Sprechen Sie für eine Zusammenarbeit Claudia Schluckebier unter claudia.schluckebier[a]proboneo.de und +49 30 55 57 55 70 an. Oder bewerben Sie sich direkt für eines unserer offenen Pro-bono-Projekte.

Unternehmensbeispiele erfolgreichen Pro-bono-Engagements:

AblaufLotse Meier-Sydow

Komplizierte Arbeitsabläufe kosten wertvolle Arbeitszeit und verschwenden Produktivität. Der Diplom-Betriebswirt Richard Meier-Sydow verbessert seit 1995 hauptberuflich die Betriebsabläufe für Industrie- und Dienstleistungsunternehmen im In- und Ausland – vom Hersteller für Großmotoren bis zur Kindertagesstätte. Einmal jährlich bietet er einer sozialen Organisation, die ihre betrieblichen Abläufe verbessern möchte, die Pro-bono-Expertise seines Beratungsunternehmens „AblaufLotse“ an. Fünf volle Arbeitstage investiert der Firmeninhaber aus dem Hessischen Odenwald hierzu beim Sozialpartner vor Ort.

„Es begeistert mich zu sehen, wie viel wichtige und gute Arbeit in Organisationen geleistet wird, die außerhalb meiner Branche liegen. Viele gemeinnützige Organisationen machen ganz besonders wichtige Arbeit, stoßen aber organisatorisch oft an ihre Grenzen. Hier kann ich mit meiner Erfahrung helfen“, beschreibt Meier-Sydow seine Motivation des Pro-bono-Engagements. „Diese gemeinnützigen Organisationen mit ihrer professionellen Arbeit für unsere Gesellschaft sind mir ein Vorbild.“ Aus dieser Überzeugung heraus gehört das firmeneigene Pro-bono-Engagement seit 2011 zum festen Bestandteil des Portfolios. Eine ganz persönliche Erfahrung markierte den Ausgangspunkt: „Die Grundschule unseres Ortsteils sollte wegen Schülermangels geschlossen werden. Sie war aber für die Kinder so gut, gerade weil sie so klein war. Ich bemerkte, dass Lehrer, Eltern und Politiker nicht zusammenarbeiteten. Projektmanagement mache ich dagegen jeden Tag. Das konnte ich der Schulleiterin anbieten. Eineinhalb Jahre lang haben wir alle Beteiligten wöchentlich zur Lösungsfindung an einem Tisch versammelt; meine Frau und ich machten an den Wochenenden die Kalkulationen. Das Projektteam hat die Schule nicht nur retten können – wenige Jahre später erhielt sie sogar einen Anbau für den wachsenden Bedarf.“ resümiert Meier-Sydow.

Die Schwerpunktsetzung seines unternehmerischen Pro-bono-Engagements liegt auch heute bei Organisationen, die sich die Bildung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen zum Ziel gesetzt haben. „Ich halte das, was diese Organisationen leisten, für die beste Investition, die wir in die Zukunft machen können“, so Meier-Sydow. Pro-bono-Projektpartner 2013 war die Wuppertaler „Hasenschule“. Die außerschulische Einrichtung fördert seit 25 Jahren mit einprägsamen Unterrichtsmethoden Schüler mit Lese- und Lernproblemen. Im Vorschulbereich angesiedelt liegt das neue Pro-bono-Projekt des „AblaufLotsen“: „Ich freue mich schon sehr darauf. Die Projekte bedeuten zwar eine Menge zusätzliche Arbeit, aber sie bereichern uns ungemein. Es macht Spaß – und tut gut.“

Allianz Social OPEX

„Mitarbeitermotivation, Commitment, Arbeitszufriedenheit und Loyalität gegenüber dem Unternehmen werden im Personalmanagement immer wichtiger“, sagt Michael Regnet, Community Engagement Manager der Allianz SE. In genau diese Richtung ist die Allianz schon lange fortschrittlich unterwegs. „Passion in Leadership“ – so lautet der Claim von Social OPEX, eines in Deutschland bisher beispiellosen Formates, das die Allianz als innovatives Talententwicklungsprogramm insbesondere für Führungskräfte seit 2009 anbietet.

Social OPEX setzt erfahrene Allianz-Mitarbeiter pro bono bei sozialen Unternehmen ein, um operative Kernprozesse gemeinsam zu verbessern. „Gerade in Bezug auf die eigene Prozessoptimierung und Methodik schöpfen gemeinnützige Organisationen ihr Potenzial längst noch nicht aus.“ Michael Regnet weiß um die Motiv- und Bedarfsanalyse sozialer Unternehmen. Inhalte, Zielsetzung und Umfang werden im Vorfeld in gemeinsamen Gesprächen konkretisiert, um ein einheitliches Verständnis des Projektziels zu erlangen und das Projekt optimal vorzubereiten. Dann folgt der 5-tägige Außeneinsatz beim Sozialpartner. Eine intensive Arbeitswoche, in der Allianz-Mitarbeiter mit den Projektpartnern individuelle Lösungen erarbeiten. Ob Akquise oder Partnerbindung, Produkt- oder Expansionsstrategien, die Koordinierungen lokaler Partner, Analyse der Organisationsstrukturen oder ein effizienterer Ressourceneinsatz –  das Spektrum der Pro-bono-Beratungseinsätze der Allianz-Fachleute ist groß.

„Für die Allianz liegt die Schwerpunktsetzung der Pro-bono-Kooperation im gegenseitigen Wissenszugewinn. Der Gegenwert der investierten Zeit ist bei gewissenhaftem Einsatz viel höher als gespendetes Geld“, unterstreicht Michael Regnet ein ganz neues unternehmerisches Verständnis, das sich auch in Deutschland längst abzeichnet.

Die Erkenntnis, dass Zeitspenden und direkte inhaltliche Kooperation genauso viel bewegen wie gespendetes Geld, motivierte die Allianz zu dieser neuen Form ihres unternehmerischen Engagements. Die Tatsache, dass das Angebot zugleich auch den eigenen Mitarbeitern zugutekommt, veranlasste sie dazu, mit Social OPEX ein hochwertiges Talententwicklungsprogramm zu entwickeln.

Darüber, dass durch unternehmerische CSR Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen gewinnen, herrscht international längst Konsens. Neu ist: Mitarbeiter aus Unternehmen können in Form der Kooperation mit einem Sozialpartner ihre Expertise in Projekte und Fragestellungen gesellschaftlicher Tragweite aktiv einbinden. Für Unternehmen stellt dies neben Spenden und den Formen klassischen Freiwilligenengagements eine ganz neue CSR-Möglichkeit dar, die außerhalb Deutschlands längst erfolgreich praktiziert wird.

Genauso progressiv ist auch der Zugewinn auf Unternehmensseite, den die Allianz längst für sich erkannt hat. Engagement, Identifikation und Verbundenheit gegenüber dem eigenen Unternehmen werden nicht nur vor dem Hintergrund des demographischen Wandel immer wichtiger. Die Beziehungen zwischen Arbeitgebern und -nehmern sind in den letzten Jahren immer unverbindlicher geworden. Gerade deshalb ist die Loyalität der Mitarbeiter gegenüber dem Unternehmen ein entscheidender Erfolgsfaktor. „Langjährige, gut geschulte Mitarbeiter machen sich Gedanken um das Geschick ihrer Firma, sie identifizieren sich, machen sich die unternehmerischen Interessen zueigen, sie sprechen gut, begeisternd und gerne von ihrer Firma. Diese Mitarbeiter wünscht sich jedes Unternehmen“, sagt Michael Regnet.

All dies bekommt ein Unternehmen natürlich nicht wie von selbst. Loyalität und Engagement der Mitarbeiter müssen immer wieder neu verdient werden. „Im HR stellen wir zunehmend fest: Sinnstiftung der Arbeit gehört zu den nachhaltigsten Motivationsvoraussetzungen. Gerade die Mitarbeiter, die besonders leistungsbewusst und an ihrer Weiterentwicklung interessiert sind, sind diejenigen, die sich diese Fragen stellen und sie beantwortet haben wollen. Genau dazu haben wir unter anderem mit Social OPEX eine ganz neue, fortschrittliche Antwort gefunden. Wir können mit diesem Programm unseren Mitarbeitern die Möglichkeit zur eigenen Persönlichkeitsentwicklung anbieten, sie können ihre beruflichen Fähigkeiten in einem ganz anderen Kontext gezielt weiterentwickeln, ausloten und in das eigene Aufgabenfeld transferieren“, fasst Michael Regent die wichtigsten Anreize zusammen.

Die Resonanz bestätigt die Programmwirkung. „Wir bekommen sehr positives Feedback. Andere beraten, dabei das eigene Know-How und die eigenen integrativen Fähigkeiten losgelöst vom eigenen Arbeitsalltag erleben zu können, ist für sehr viele ein wertvoller Zugewinn, den sie mit zurück in den eigenen Job mitnehmen und dort anwenden. Genauso begeistert sind viele, eine ganz andere unternehmerische Perspektiv mit zu erleben und zu sehen, wie Andere es mit unterschiedlichen Methoden schaffen, gesellschaftlich gut zu wirtschaften“, so Michael Regent.

Freshfields Bruckhaus Deringer LLP

„An erster Stelle steht unser Anspruch, dass Pro-bono-Mandate genauso bearbeitet werden sollen wie abrechenbare Mandate in Bezug auf Qualitäts- und Sorgfaltspflicht ebenso wie auf Fristen und Dringlichkeit“, so beschreibt Christian Bunsen, Partner bei Freshfields Bruckhaus Deringer LLP das Selbstverständnis der Anwaltssozietät. Ein Pro-bono-Mandat ist ein vollwertiges Mandat, das Freshfields von „Gefälligkeitsmandaten“ im Bekannten- und Freundeskreis strikt unterscheidet – und das sich nicht für Prozess- oder Beratungshilfe qualifiziert. Seit vielen Jahren gehören „Save the Children Deutschland e. V.“ und „Plan International Deutschland e.V.“ zu den festen Pro-bono-Mandaten von Freshfields in Deutschland. Auch beim Trinkwasserprojekt „Viva con Agua e. V.“ stand Freshfields beratend zur Seite, war federführend im komplexen Vertragswerk von der Gesellschaftsgründung, der Struktur der Gesellschaften bis zu Vertriebsverträgen.

Freshfields bündelt mit seinen internationalen Partnern Rechts- und Branchenexpertise in zahlreichen Wirtschaftszweigen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auch auf internationalen Menschenrechtsmandaten. Insbesondere im angloamerikanischen Raum kennzeichnet das Mandat auf Pro-bono-Basis schon lange das Selbstverständnis einer engagierten Kanzleikultur. Naheliegend für Freshfields, das Pro-bono-Angebot auch europaweit und in Deutschland umzusetzen.Bereits seit 2001 können sich alle Mitarbeiter der Sozietät einen Tag pro Jahr für die Teilnahme an sozialen Projekten freistellen lassen im Rahmen des Community Investment-Angebots. Konsequent ausgebaut resultierte daraus 2008 ein umfassendes Pro-bono-Programm.

Bei der Auswahl der Projekte setzt Freshfields Schwerpunkte bei der Förderung der Rechtsstaatlichkeit (Einhaltung der Menschenrechte, Zugang zum Recht) und der Bekämpfung von Armut weltweit. Einen Schwerpunkt bildet derzeit der Einsatz gegen Gewalt an Frauen. „Anwälte aus New York, Rom, Paris und London haben die ´Preventing Sexual Violence Initiative` beraten, die einen internationalen Standard zur systematischen Sicherung und Dokumentation von Beweismitteln bei Sexualstraftaten in Krisengebieten veröffentlicht hat. Wir sind sehr stolz, dass wir hier einen entscheidenden Beitrag liefern konnten“, erläutert Christian Bunsen.

OC&C Strategy Consultants Deutschland

„Unser Pro-bono-Engagement ist unseren Mitarbeitern sehr wichtig. Auch wenn die Einsätze zusätzliche Arbeit bedeuten, ist der Zuspruch enorm. Es passt sehr gut zu uns, weil wir den Spaß an der Arbeit mit hohem Engagement verbinden. Pro bono bereichert unsere Firmenkultur und begeistert unsere Klienten und unser Team gleichermaßen“, berichtet Dr. Georg Janßen über den Pro-bono-Zugewinn seines Unternehmens. Der Geschäftsführer und langjährige Strategieberater von OC&C Strategy Consultants in Deutschland entwickelt umfassende Branchenlösungen für Handel, Medien oder die Baubranche.

Als international führendes Beratungsunternehmen genießt OC&C Strategy seit 27 Jahren das Vertrauen weltweit führender Konzerne und großer Organisationen. 500 Mitarbeiter an 14 Standorten entwickeln weltweit komplexe Lösungen für das Top-Management und beraten in der laufenden Prozessoptimierung. Gemeinsam mit den internationalen Partnern blickt OC&C Strategy auf eine langjährige Tradition des Corporate Volunteering zurück. „Bereits seit 2004 verwirklicht unser Londoner Büro mit der ersten Venture Philantrophie Organisation in Großbritannien zahlreiche Strategie-Projekte auf Pro-bono-Basis für Sozialunternehmen und gemeinnützige Organisationen, zum Beispiel in der Rehabilitation von Inhaftierten und ehemaligen Häftlingen oder bei der Heilung von Essstörungen. In Deutschland sind wir seit 2007 aktiv“, erzählt Dr. Georg Janßen.

Zwei bis fünf Projekte pro Jahr unterstützt das Beratungsunternehmen deutschlandweit in strategischen Fragen und mit branchenspezifischer Expertise. „Deutschland rundet auf“ half OC&C bei der Erstellung des Businessplans und begleitet die Initiative auch weiterhin. In der „Hasenschule“ haben inzwischen über 1000 Kinder mit einer besonderen Methode das Lesen gelernt. OC&C Strategy begleitete die außerschulische Einrichtung in der Umsetzung ihrer Ziele mit Hilfe von Wirkungsmessung und- reporting. „Wir2“ richtet sich an psychosozial belastete alleinerziehende Mütter mit Kindern im Vorschul- und Grundschulalter mit Hilfe eines qualifizierten Elterntrainings. Um das Konzept bundesweit auszurollen, entwickelte OC&C Strategy einen detaillierten Plan. Aus dem wissenschaftlichen Projekt entstand so ein praxisbezogenes Programm, das in vielen Kommunen und Institutionen für Alleinerziehende angeboten werden soll.

Das Bundesmodellprojekt „Hart am Limit“ – kurz „HaLT“ wurde 2005 entwickelt und bundesweit an 11 Modellstandorten durchgeführt. „HaLT“ bietet präventive Aufklärung und Unterstützung bei exzessivem Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen. OC&C Strategy erstellte einen Plan mit dem Ziel, das breit angelegte Frühinterventionsprogramm bundesweit noch breiter zu verankern.

„Wir verstehen unsere Pro-bono-Projekte als sinnvolle und spannende Ergänzung zum normalen Tagesgeschäft. Wir bekommen sehr viel positives, unmittelbares Feedback, sehen direkte Ergebnisse – daran teilzuhaben, ist eine begeisternde persönliche Erfahrung für jeden, der involviert ist. Es ist jedes Mal eine „Startup“-Atmosphäre – dynamisch und spannend!“  

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  • 11123538363_07bb05134a_b (Group of happy business people clapping their hands) von tec_estromberg CC BY 2.0: 11123538363_07bb05134a_b (Group of happy business people clapping their hands) von tec_estromberg CC BY 2.0.jpg
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