Prüfkriterien in der Vermittlung von Pro-bono-Projekten

Proboneo qualifiziert Fach- und Führungskräfte für ein Pro-bono-Engagement in sozialen Organisationen. Soziale Organisationen sind bei Proboneo:

  • gemeinnützige Organisationen (Vereine, Stiftungen, GmbHs, AGs, Genossenschaften
  • öffentliche Träger (wie z.B. Schulen, städtische Einrichtungen)
  • Bürgerinitiativen
  • Vorgesellschaften, wenn eines der obigen Modelle angestrebt wird

Um eine gerechte Verteilung von Pro-bono-Ressourcen sicherzustellen, müssen die sozialen Organisationen, die sich bei Proboneo für ein Pro-bono-Projekt bewerben, Ihre Situation und Bedürftigkeit transparent machen. Dafür erheben wir im Laufe des Vermittlungsprozesses Informationen zu den unten aufgeführten Prüfkriterien. Im Einzelfall kann eine Vermittlung bei Nicht-Erfüllung der Kriterien abgebrochen werden.

Eine thematische Eingrenzung der Tätigkeitsgebiete führt Proboneo nicht durch. Die Probonisten entscheiden selbst von Projekt zu Projekt ob sie es spannend finden und sich dafür engagieren möchten.

Zusätzlich zur Prüfung der Organisation achten wir bei jedem Pro-bono-Bedarf auf die Durchführbarkeit und den potentiellen Nutzen für die soziale Organisation.

Prüfkriterien soziale Organisationen

Dies ist eine Liste der möglichen Prüfungspunkte. Wir informieren uns mittels eigener Recherchen und in den Gesprächen mit Ihnen und fordern bei Unklarheit weitere Dokumente an.

Organisation:

  • Juristische Person (Verein, gGmbH, Stiftung etc.) oder soziale Initiative, keine private Einzelperson
  • Firmierung, Sitz, Kontaktdaten
  • (voraussichtliches) Gründungsjahr
  • Gemeinnützigkeit (aktueller Freistellungsbescheid) und/oder sozialer Zweck
  • Gesellschaftsrechtliche Verbundenheit mit Dritten, z.B. ausgegliederter Wirtschaftsbetrieb, Partnerorganisation

Soziale Vision und Wirkungslogik:

  • Vision, Mission, Werte
  • Welche gesellschaftliche Herausforderung löst die Organisation? Ausmaß und Dringlichkeit der Herausforderung? Größe und Bedürftigkeit der Zielgruppe?
  • Klarheit der eigenen Wirkungsorientierung in der Kommunikation
  • Mittelherkunft (Spenden/ Förderbeiträge/ Einkünfte aus wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb)
  • Mittelverwendung (überwiegend für den gemeinnützigen Zweck?)
  • Strategie zur Erreichung der mittel- und langfristigen Vision

Ressourcen:

  • Geschäftsmodell/Finanzierungsstruktur
  • Anzahl der Mitarbeiter (hauptamtliche, ehrenamtliche, Honorarkräfte)
  • Hausinterne Ressourcen für die Koordination des Pro-bono-Projekts (Personal/ Zeit/ Sachleistungen/ Geld)
  • Vorstands- oder Geschäftsführerzustimmung zum Pro-bono-Projekt

Seriosität und Transparenz:

  • Ansprechpartner für das Projekt (Position, Qualifikation, Kontaktdaten)
  • Webseite und Online-Pressecheck
  • Teilnahme an der „Initiative Transparente Zivilgesellschaft“, z.B. von Phineo, Stifter-Helfen o.a. vorhanden
  • Transparenz der Informationen zu Projektarbeit, Governance und Finanzen
  • Ausschluss: Organisationen, die die Diskriminierung bestimmter Personengruppen unterstützen oder praktizieren

Prüfkriterien Probonisten

Einzelpersonen:

  • Kontaktdaten
  • 3 Jahre Berufserfahrung
  • Lebenslauf
  • Motivation
  • Zeitliche und räumliche Verfügbarkeit
  • Empfehlungen
  • ggfs. Webseite und Online-Pressecheck
  • Bisherige Engagementerfahrung

Bei Unternehmen:

  • Ansprechpartner für das Projekt/Pro-bono-Programm (Position, Qualifikation, Kontaktdaten)
  • Webseite und Online-Pressecheck
  • Geschäftsmodell/Finanzierungsstruktur
  • Anzahl der Mitarbeiter (hauptamtliche, ehrenamtliche, Honorarkräfte)
  • Hausinterne Ressourcen für die Koordination des Pro-bono-Projekts (Personal/Zeit/Sachleistungen/Geld)
  • Ausschluss: Organisationen, die die Diskriminierung bestimmter Personengruppen unterstützen oder praktizieren