In vier Schritten zum eigenen Pro-bono-Projekt

Bei Proboneo geben wir unser Wissen weiter, weil wir Sie in die Lage versetzen wollen, eigenständig den Zauber von pro bono zu nutzen. Mit diesen vier einfachen Schritten können Sie selbst Pro-bono-Engagement in Ihrer Organisation anbieten und sich neue Ressourcen erschließen. Starten Sie mit kleinen Projekten, sammeln Sie Erfahrungen und steigern Sie nach und nach den Einsatz von pro bono in Ihrer Organisation.

1. Die Auftrags- und Zielklärung

Wie beim Arztbesuch steht die Diagnose vor der Behandlung. Je genauer und besser die Diagnose, umso wirkungsvoller die verschriebene Medizin und die Behandlung. Am Anfang steht die individuelle Bedarfsanalyse Ihrer Organisation und die Planung von Lösungsschritten, die mithilfe von Pro-bono-Fachkräften umgesetzt werden. Am Ende der Diagnose wissen Sie, was Sie brauchen, wie die Ergebnisse aussehen sollen und diese umgesetzt werden.

Machen Sie den Quickcheck:

Klares Ergebnis: Können Sie in einem Satz sagen, was das Ergebnis des Projektes sein wird?

Realistischer Zeitrahmen: Ist der Umfang des Projektes realistisch und kann es tatsächlich pro bono abgedeckt werden?

Dringlichkeit: Ist das Vorhaben weder zu dringend noch fern am Horizont?

Ergebnis rechtfertigt Einarbeitung: Wird der Aufwand einer entsprechenden Schulung des Probonisten das erwartete Ergebnis des Projekts deutlich verbessern?

Relevant für die Organisation: Sind alle Mitglieder Ihrer Organisation offen für das Pro-bono-Projekt und haben sie die Zeit, dieses Projekt zu begleiten sowie die Ergebnisse im Anschluss auch umzusetzen?

2. Die Suche nach Ressourcen

Fassen Sie die Kompetenzen und Fähigkeiten, die Sie brauchen, in einer Pro-bono-Ausschreibung zusammen, zum Beispiel wie bei Proboneo oder nach dieser Vorlage. Nutzen Sie Ihre persönlichen und die sozialen Netzwerke wie LinkedIn und Xing, um aktiv nach den benötigten Kompetenzen und Fähigkeiten in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis zu suchen.

Binden Sie das Unterstützernetzwerk Ihrer Organisation bei der Suche nach den richtigen Fach- und Führungskräften für das Pro-bono-Projekt ein. Fragen Sie bei Unternehmen nach, ob sie Dienstleistungen auch pro bono zur Verfügung stellen würden. Machen Sie deutlich, dass Sie Fach- und Führungskräften die Möglichkeit geben, ihr Wissen in einem neuen Kontext anzuwenden und zu lernen.

3. Das Projekt erfolgreich umsetzen

Nachdem Sie nun den Bedarf Ihrer Organisation ermittelt, einen Lösungsansatz definiert und die richtigen Probonisten zur Durchführung gefunden haben, koordinieren Sie das Pro-bono-Projekt. Genau wie bei der Umsetzung Ihrer Programme sind folgende Schritte sinnvoll:

Vorbereitung: Überprüfen Sie den Zeitplan und die Ressourcen, bereiten Sie die notwendigen Materialien vor.

Auftakt: Beim ersten Zusammentreffen der Teammitglieder und der Probonisten lernen Sie sich kennen, definieren den Arbeitsplan und stimmen die Ziele und erwartete Wirkung ab.

Fragen & Antworten: Die Probonisten sammeln Eindrücke bei den relevanten Stakeholdern und gewinnen notwendige Informationen und einen Überblick durch Interviews, Arbeitstreffen, Sichtung von Materialien und Analysen.

Entwurf: Die Probonisten erstellen einen Entwurf und Sie geben Rückmeldung. Die Probonisten setzen den Entwurf selbst oder mit Ihren Mitarbeitern um oder geben Ihren Kollegen eine Einführung oder ein Training.

Abschluss: Sie feiern alle zusammen den Abschluss!

4. Das Engagement wertschätzen

Bei Pro-bono-Projekten lohnt es sich nach dem Prinzip "Lass den anderen gut aussehen" zu handeln. Wir alle freuen uns über Wertschätzung und Aufmerksamkeit für unseren Einsatz.

Probonisten: Erzählen Sie in Ihrem Kollegen- und Bekanntenkreis über die soziale Organisation, deren Ziele und Ihre Erfahrungen. Fragen Sie, wie Sie weiterhin hilfreich sein können, vielleicht gibt es weitere Pro-bono-Projekte, bei denen Ihre Fähigkeiten gefragt sind. Spenden Sie, wenn Sie möchten, auch Geld, damit die Organisation ihre Arbeit noch weiter ausbauen kann. Lassen Sie sich zum nächsten Geburtstag keine Geschenke schenken, sondern empfehlen Sie statt dessen eine Spende oder Pro-bono-Unterstützung an die Organisation.

Soziale Organisationen: Nutzen Sie soziale Netzwerke und Ihre Webseite, um die Welt vom Engagement der Probonisten wissen zu lassen. Tragen Sie die Personen nach vorheriger Rücksprache für Ihren Newsletter ein, laden Sie sie zu Veranstaltungen ein. Geben Sie nach einigen Monaten eine Rückmeldung, was aus den Ergebnissen des Projekts geworden ist. Sprechen Sie die Probonisten für weitere Projekte an, wenn Sie die Zusammenarbeit fruchtbar fanden. Bieten Sie an, für den Lebenslauf oder Bewerbungen ein Empfehlungsschreiben zu verfassen.

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